Zensur von Spruchbändern

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Am heutigen Donnerstag erreichte uns nach der Sicherheitsbesprechung zum Spiel gegen den FC Carl-Zeiss Jena die Nachricht, dass Spruchbänder mit persönlicher Nennung des Präsidiums oder des Geschäftsführers künftig nicht mehr erlaubt werden sollen.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass kurzfristig und mit allen Mitteln die immer größer werdende „kleine Minderheit“ kritischer Fans und Mitglieder mundtot gemacht werden soll. Augenscheinlich ist in diesen Tagen auch an der Scharnhorststraße einigen Akteuren bewusst geworden, dass man sich in der Zuschreibung der Größenverhältnisse der entsprechenden Parteien verschätzt hat – schlechte Kalkulationen sind beim VfL offenbar ein Fehler mit Tradition.

Unterdessen spricht Geschäftsführer Jürgen Wehlend in der Neuen Osnabrücker Zeitung von einer erreichten „schwarzen Null“. Bereinigt man dieses Ergebnis um die erzielten Mehreinnahmen aus dem Verkauf von Leistungsträgern (lt. NOZ etwa 800.000 €) und die Erlöse aus zwei Runden DFB-Pokal (lt. NOZ etwa 1.000.000 €) sähe die Welt mit einem dicken Minus ganz anders aus – von der Kalkulation eines positiven Ergebnisses von +300.000 Euro für diese Saison wollen wir gar nicht erst reden. Ohne Aussicht auf attraktive Pokalspiele und mögliche Transfererlöse vertrauen die Verantwortlichen weiter auf den Einäugigen unter den Blinden, der sich einmal mehr durch Zufallseinnahmen aus der Affäre ziehen konnte.

Angesichts der Augenwischerei, welche der VfL und sein Medienpartner in diesen Tagen betreiben, bleibt uns auch in Zukunft keine andere Wahl, als die verantwortlichen Personen über unsere Medien klar zu benennen. Dazu werden trotz aller Zensurversuche auch Spruchbänder gehören.

Violet Crew im April 2018