2. Teil der JHV des VfL Osnabrück

Bewährungskommission Stadionverbote
14. Januar 2017
Sonderzug: Ticket-Versteigerung
25. Januar 2017

Mit einiger Spannung ist der zweite Teil der Jahreshauptversammlung des VfL Osnabrück e.V. erwartet worden, auf den wir an dieser Stelle kurz zusammenfassend zurückblicken wollen.

Zur Bremer Brücke: wohl alle VfL-Fans freuen sich darüber, dass das Stadion endlich auch offiziell wieder so heißt, wie es eh alle nennen – so auch wir! Auf das Versprechen, dass Ostkurve und Affenfelsen von der Vermarktung jetzt und auch in Zukunft unberührt bleiben, werden wir bei Bedarf zurückkommen. Wir erwarten, dass – wie auch von der Geschäftsführung zugesagt – Gestaltungsmaßnahmen in und an der Ostkurve nur in enger Abstimmung mit den aktiven Fans erfolgen. Ein Konzept für die „Abrüstung“ der Bremer Brücke ist ebenfalls überfällig – Stichworte sind hier u.a. der unsägliche „Gästekäfig“ und die strikte Abtrennung der einzelnen Tribünenbereiche.

Zum Thema Fanbelange: wieder einmal wurde deutlich, wo hier der Schuh drückt. Wir erwarten dass sich noch einmal ernsthaft mit dem Thema Fanbetreuung auseinander gesetzt wird. Der Status quo ist mehr als unbefriedigend – und das bereits seit fast 3 Jahren. Die Zusagen sich hiermit noch einmal beschäftigen zu wollen, haben wir zur Kenntnis genommen. Wir erwarten hier deutlich mehr als: „Können wir uns nicht leisten.“ Gemäß den Ausführungen des Präsidiums und der Geschäftsführung sind die Fans das große Pfund des VfL, der „emotionale Erfolg“ unabdingbar für die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung. Eine entsprechende Würdigung, die mehr als ein paar warme Worte sein muss, steht seit langem aus.

Zum Vereinsleben: „Den Worten müssen Taten folgen.“ Diesem Satz der Abteilungsleitung der Fanabteilung können wir uns nur vollumfänglich anschließen. Die Signale, nach denen die Geschäftsführung der KGaA, sowie das Präsidium des e.V. auf Fans und Mitglieder zugehen, sie wieder mit ins Boot nehmen wollen, sind angekommen. Allerdings hören wir dies nicht zum ersten Mal. Die Selbstverständlichkeit mit der von Seiten des Präsidiums und der Geschäftsführung über Dialogbereitschaft und die „ausgestreckte Hand“ referiert wurde, verwunderte nicht wenige Fans und Mitglieder, da die gelebte Realität zuletzt deutlich hiervon abwich. Die vereinsseitige Aufkündigung des runden Tischs, das Verbot der Gründung einer 3. VfL-Fußballmannschaft, verunglimpfende E-Mails von Präsidiumsmitgliedern, sowie die Aussetzung der Bewährungskommission für Stadionverbote sind hier konkrete Belege.

Wir werden uns dem angebotenen Dialog nicht verwehren. Allerdings werden wir sehr genau darauf achten, ob den Ankündigungen tatsächlich Taten folgen werden, oder ob dies nur ein weiterer Versuch war Zeit zu gewinnen, „den Deckel auf dem Topf zu halten“, oder aber am Rande der Tragbarkeit wandelnden Weggefährten den Arsch zu retten.

Den Worten müssen Taten folgen – es lebe der Verein.