Mythos Bremer Brücke erhalten!

Antrag auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung des VfL Osnabrück zum Thema „Stadionausbau“.

Was bisher geschah:

Am 17.02.2011 wurden die Pläne der Vereinsführung zum Stadionausbau in der Nord-West Ecke des Stadions an der Bremer Brücke in einem Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung erstmals öffentlich. Die Nachricht über dieses, bereits in diesem Zeitungsartikel als „futuristisch anmutendes Beiwerk“ beschriebene Objekt – ein ca. 20 m hoher „VIP-Tower“ – schlug in die VfL-Fangemeinde ein wie die sprichwörtliche Bombe.

Am 20.02.2011 äußerten viele VfL Anhänger und Mitglieder des Vereins auf Kalla Wefels „VfL Heimatabend“ ihre Kritik an der Optik des „VIP Towers“ und der als unzureichend empfundenen Informationspolitik des Vereinsvorstandes. Spontan wurde die Idee der Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des VfL Osnabrück zu dem Thema Stadionausbau geboren. Von den erforderlichen 100 Unterschriften von VfL-Mitgliedern wurden noch vor Ort rund die Hälfte geleistet.

Nachdem dies am 22.02.2011 durch einen Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung öffentlich wurde, erschien am Folgetag (23.02.2011) ein weiterer Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung, der unter der Überschrift „Warum sich der VfL entschieden hat. Der VIP-Tower: letzte Chance auf schnelles Geld?“ die Argumente des Vereinsvorstandes für den Bau des „VIP-Towers“ aufführt. Desweiteren erweckten einige von der NOZ ausgewählte und abgedruckte Internet-Beiträge den Eindruck, als sei der Großteil der VfL-Fans für die Umsetzung des Projekts in dieser Form. Das Meinungsbild in den Fan-Organisationen ist jedoch weitaus differenzierter.
Die NOZ versuchte zudem den Eindruck zu erwecken, dass eine außerordentliche Mitgliederversammlung sinnlos sei, weil die Marketing GmbH das Gebäude bauen würde und nicht der VfL. Eine Begründung die absurd ist, zumal das Projekt unmöglich gegen den Willen des Vereins realisiert werden kann.

Am 24.02. versuchten Vereinsvertreter in einem Gespräch mit Fanvertretern für das Projekt zu werben und stellten es so dar, als gebe es sowohl keine wirtschaftliche als auch keine architektonische Alternative. Dies wurde und wird in Fankreisen stark bezweifelt.

Am 01.03.2011 lud der VfL zu einer Pressekonferenz ein, in welcher erneut energisch für das Projekt VIP-Tower geworben wurde. Es wurde suggeriert, dass die Zukunft des VfL im Profifussball vom Bau dieses Konstrukts abhänge. Ein Totschlagargument mit dem in Zukunft jedes noch so unsinnige Projekt unter dem Deckmantel der angeblichen „wirtschaftlichen Unabdingbarkeit“ durchgesetzt werden könnte.
Auch für die auffällig einseitige Position der NOZ zu diesem Thema fand sich an diesem Tag eine Erklärung: Die NOZ mietet selbst eine der Logen im neuen VIP-Tower. Ein weiterer Sargnagel für die Glaubwürdigkeit der einzigen großen Osnabrücker Tageszeitung in Bezug auf den VfL.
Am Nachmittag des 01.03.2011 wurde desweiteren ein angemeldetes Spruchband mit dem Wortlaut „Mythos Bremer Brücke erhalten – Antrag unterschreiben“ verboten, ausdrücklich nicht aus Sicherheitsgründen sondern wegen des Inhalts. Zeitgleich wurde auf vfl.de der Präsident Dr. Dirk Rasch mit den Worten zitiert: „Eine kontroverse Diskussion spricht für einen lebendigen Verein!“

Wir möchten den Vereinsvertretern nun zeigen wie ein lebendiger Verein aussieht.

Deswegen fordern wir:

→ Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des VfL zum Thema „Stadionausbau“

→ Auf dieser sollen die verantwortlichen Personen ihren Entscheidungsfindungsprozess den Mitgliedern des VfL Osnabrück darlegen.

→ Der Stadionausbau an der Bremer Brücke soll ergebnisoffen diskutiert werden, so dass dem Vorstand die Möglichkeit gegeben wird, die Entscheidung zu überdenken und auf die Zustimmung einer breiten Basis der VfL Mitglieder zu betten.

→ Insbesondere soll hierbei diskutiert und abgewägt werden, ob architektonische Alternativen bestehen, die den „Charme“ des Stadion an der Bremer Brücke weitestgehend erhalten können.

Für die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung benötigen wir die Unterschriften von mindestens 100 stimmberechtigten Mitgliedern des VfL Osnabrück.
Wer also Mitglied im Verein ist und uns in dieser Sache unterstützen möchte, kann seine Unterschrift am Freitag beim Heimspiel gegen Fürth auf den entsprechenden Listen abgeben.

Fanszene Osnabrück, März 2011